Die Anzahl der Fälschungen,
die sich im Umlauf befinden steigt und steigt immer weiter an.
Da kann man sich schon einmal fragen, wie die Fälscher das
eigentlich machen. Hier ist das Internet den Fälschern eine
große Hilfe. Sie nutzen die Anonymität,
die im Internet leider herrscht und auch noch sehr lange herrschen
wird, aus, um ihr miesen Geschäfte zu machen.
Am meisten werden Fälschungen
über Online-Auktionshäuser verbreitet
und unter unerfahrene Sammler gebracht. Dies ist vor allem im
weltweit größten Auktionshaus eBay
der Fall. Die Zahl der Fälschungs-Aukitonen ist zwar zurück
gegangen, weil die Sammler, die dagegen etwas tun, mehr werden,
es sind aber trotzdem noch immer viel zu viele.
Worauf muss man also
achten, wenn man bei eBay durch die Ü-Ei-Auktionen
surft? Woran erkenne ich fragwürdige Auktionen? Dazu gibt
es hier ein paar Hinweise, die Sammlern helfen sollen, nicht auf
solche Auktionen hereinzufallen.
Beschreibung gut durchlesen
Bei Auktionen, in denen fälschungsgefährdete Figuren versteigert
werden, sollte man sich die Beschreibung immer aufmerksam anschauen.
Oft kann man daran schon erkennen, ob es eine Fälschung sein kann.
Die Leute, die über Online-Auktionen ihre Fälschungen unter
die Sammler bringen wollen, verwenden in ihren Beschreibungen oft, eigentlich
kann man schon sagen "fast immer", bestimmte Formulierungen:
-
Dachbodenfund,
-
Kellerentrümpelung,
-
Nachlaß von Verwandten,
-
Kinderzimmeraufräumen,
-
ich weiß nicht, ob die Figur original ist,
-
für echtheit kann ich nicht garantieren,
-
und so weiter und so weiter
Bewertungen anschauen
Ein Blick in die Bewertungen
kann nie schaden. Wenn man dort negative Meinungen andere
Sammler vorfindet, die auf Fälschungen hinweisen,
ist von einem Kauf bei diesem Menschen abzuraten. Bei den meisten
Fälschern kann man sich die Bewertungen gar nicht erst anschauen
- sie sind "geschützt". Man braucht
die Erlaubnis des Mitglieds. Wenn jemand der eine fälschungsgefährdete
Figur verkaufen möchte dem Käufer keinen Einblick in
seine Bewertungen gewährt, sollte man bei diesem auch nicht
bieten, geschweige denn kaufen.
andere Auktionen durchsehen
Auch die anderen Auktionen des Verkäufers sollte man sich anschauen.
Hat dieser alte, gefährdete Figur "en masse", sollte man
ebenfalls woanders stöbern.
Vorgehensweise beim
Kauf Wenn man sich nun doch dazu entscheiden sollte, eine
fälschungsgefährdete Figur über das Internet zu
erwerben, sollte man bei der Kaufabwicklung auf der Hut
sein. Man darf sich auf keinen Fall auf eine Zahlung
per Vorkasse einlassen, sondern muss mit dem Verkäufer folgendes
ausmachen:
Man lässt sich die Figur erst einmal zuschicken, um die Echtheit
der Figur zu prüfen. Ist die Figur echt, dürfte der
Verkäufer eigentlich keine Einwände gegen dieses Verfahren haben.
Weist die Figur alle Echtheitsmerkmale auf, so kann man Geld ruhigen Gewissens
an den Verkäufer bezahlen und diesem eine gute Bewertung
geben. Ist dies jedoch nicht der Fall, schickt man die Figur mit
einem bösen Brief zurück und steckt dem Verkäufer
eine däftige Bewertung in sein Profil. Wenn ein eBay-Mitglied nämlich
drei oder mehr negative Bewertungen hat, kann es von eBay ausgeschlossen
werden.
Fazit:
Von einem Kauf einer fälschungsgefährdeten Figur im Internet
kann man nur abraten. Das Einzige, was man machen kann ist, bei Händlern
kaufen, von denen man weiß, dass diese nichts mit Fälschungen
am Hut haben.