1974 hatte die Familie Ferrero die Idee Spielzeug in
Plastikeiern mit Schokolade umhüllt zu verkaufen. Zu dieser Zeit
dachte noch keiner, dass sich aus dieser Idee eine Sammelleidenschaft
entwickeln würde.
Zu dieser Zeit gab es noch keine
Kataloge, die die Inhalte der Eier wiedergaben, sodass man seine
Sammlung nicht anhand von Katalogen vervollständigen konnte.
Damals hatte man nur die Beipackzettel, um zu
sehen, wieviel es von einer Serie gab oder was überhaupt
in den Eiern war.
Im Jahr 1991 erschien dann der erste Ü-Ei-Katalog von Jürgen
Ahrens 1. Deutsche Ü-Ei-Preiskatalog.
Mit diesem Katalog kam die Ü-Ei-Sammelei dann so
richtig in Schwung. Man hatte nun eine Liste, was alles
in den Eiern war, und konnte so seine Sammlung vervollständigen.
Leider gibt es von Ferrero keine Angaben, was
wann in den Eiern war.
der Katalog
Jede Serie ist eine Besonderheit. Die meisten Serien
bestehen aus 10 oder 12 Figuren. Die Figuren haben immer einzigartige
Namen. Jede Figur ist individuell besonders wertvoll, weil sie tatsächlich
handbemalt ist. Das geschieht mit hoch qualitativer Lackfarbe.
Dadurch, dass alle Figuren per Hand bemalt sind, entstehen natürlich
auch Varianten, da öfters mal etwas vergessen wird anzumalen oder
etwas falsch bemalt wird.
Der Name sagt immer etwas über
die Figur aus, so wie auch die Figur den Namen verkörpert.
Auf der rechten Seite ein Beispiel. Die Figur trägt den Namen
"Ulli Untergang". Wie man gut sehen kann, verkörpert
die Figur diesen Namen wunderbar.
Die wertvollsten und gefragtesten Figuren sind wohl die folgenden
drei. Die Werte dieser Figuren liegen über 750 Euro
und werden auch dem entsprechend teuer gehandelt.
Ulli
Untergang
Stelzenschlumpf
Regenkobold
Eierlaufschlumpf
Es sind jedoch auch Fälscher auf die Ü-Eier aufmerksam geworden.
Diese Fälscher stellen selbst diese wertvollen Figuren her und verkaufen
diese dann für die Hälfte und machen damit jede Menge Geld.
Überraschungseier gibt es keines Falls nur in Deutschland. Ferrero
hat den Vetrieb von Ü-Eiern über den ganzen Globus
ausgedehnt. So gibt z.B. in Mexiko genau so Ü-Eier, wie es sie auch
in Skandinavien zu kaufen gibt.
Das Hauptland der Ü-Eier ist und bleibt jedoch Deutschland, wobei
ja eigentich Italien das Muttelland unserer begehrten Objekte ist.
Die ersten ausländischen Figuren gab es 1993 in Italien. Zu Beginn
wurden deutsche Serien neu aufgelegt. Beispiele sind Happypotami 1993
(deutsch: Happy Hippos im Fitness-Fieber 1990) und die Funny Pingos 1995
(deutsch: Peppy Pingos 1992). Bei den Serien, die dort neu aufgelegt
wurden, wurden Figuren oft anders bemalt, manchmal sind sogar Figuren
weggelassen worden. Mit der Zeit wurden von Ferrero Italien aber auch
eigene Ideen entwickelt. Ein Beispiel dafür sind
die Leo Venturas, die 1993 in Italien erschienen sind.
Die Serien, die von Ferrero Italien selbst entworfen wurden, machen dann
mit der Zeit eine Reise durch viele andere Ferrero-Länder.
So kann es sein, dass Figuren aus Italien nächstes Jahr in Mexiko
und in dem nachfolgenden Jahr in Spanien erscheinen.
Das besondere bei Ferrero Italien, aber auch von Ferrero Österreich,
sind die 3er Packs, die zu jeder Serie auf den Markt
gebracht werden. 6er Packs sind auch stets im passenden Design zur Serie
zu haben. Diese Werbung für die jeweiligen Serien ist einzigartig.
In Deutschland gibt es diese
3er und 6er Packs leider, leider nicht. Das beste an diesen 3er
Packs ist jedoch, dass immer garantiert wird, dass mindestens
eine Figur darin enthalten ist. Und mit dieser guten
Trefferquote hat man schnell eine Menge Figuren zusammen. Hier
zu sehen ein 3er Pack zur Serie Balenotti aus dem Jahr 2002.