Warum sammeln wir eigentlich diese kleinen Figuren aus den Eiern, die
ja ursprünglich für Kinder zum Spielen gedacht
waren oder immer noch sind?
Diese Fragen kann eigentlich nur jeder Sammler für sich
beantworten, denn jeder hat aus anderen Gründen angefangen, die kleinen
Figuren zu horten und in Vitrinen bzw. Setzkästen unterzubringen.
Der Anstoß zum Sammeln kam aber auch von Ferrero, denn oft wurde
mit "hast du sie schon alle" oder anderen Sprüchen
auf die neuesten Kreationen aufmerksam gemacht.
Außerdem kennt so gut wie jeder die Ü-Eier und deren Inhalte.
Jeder hat in seiner Kindheit mal ein paar Ü-Eier bekommen, oder seinen
Kindern mal Eier geschenkt und somit kam das Sammeln eigentlich ganz
von selbst. Man strebte nach Vollständigkeit.
Und dadurch, dass Ferrero diese genialen Beipackzettel erfand, auf denen
ja auch alle anderen Figuren zu sehen waren, war es nicht ungewöhnlich,
dass man die anderen dann auch haben wollte und somit mehr Eier kaufte.
Hat man dann erstmal angefangen, sich intensiv
mit der Materie zu beschäftigen, also richtig zu sammeln,
kommt man da auch so schnell nicht mehr heraus. Man kann fast
sagen, dass das Sammeln ein wenig süchtig macht.
Denn dadurch, dass es ja jedes Jahr weiter geht, es immer mehr
und neue Figuren gibt, muss man immer am Ball bleiben. Man strebt
ja schließlich die Vollständigkeit an.
Komplett
muss es sein!
Die Vollständigkeit, das Sammeln, eine typische Eigenschaft des Menschen.
Menschen waren schon immer Sammler. Dieses Streben nach Vollständigkeit
ist es, was das Sammeln ausmacht. Den meisten Sammlern ist oder sollte
der Wert in erster Linie egal sein, denn es geht ja eigentlich nur darum,
dass dieses Objekt sein Eigen nennen kann. Jedes Mal,
wenn der Sammler eine Lücke füllen kann, durchströmt ihn
ein Glücksgefühl und eine Art Stolz, denn nun ist man der Vollständigkeit
wieder ein Stück näher gekommen. Dieses Gefühl ist besonders
ausgeprägt, wenn man schon eine längere Zeit auf der Suche war
und es dann endlich geschafft hat. Denn die Geduld ist oder sollte ein
Tugend des Sammlers sein, denn von heute auf morgen bekommt man eine Sammlung
nicht zusammen.