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  Sammelgebiete - Beipackzettel
Neben den Hartplastikfiguren bilden die Beipackzettel, kurz BPZ, das zweite Haupt-Sammelgebiet der Ü-Eier, nicht nur weil in jedem Ei ein Zettel steckt. Bis ins Jahr 1999 gab es zu jeder Serie einen Beipackzettel, der auf der Vorderseite alle Figuren und auf der Rückseite die Geschichte der Serie zeigte.
Dies bezüglich fand mit den Küchenzwergen, die 1999 den Weg ins Ei fanden, eine kleine Revolution statt. Die Küchenzwerge waren die erste Serie, bei der es zu jeder Figur einen eigenen BPZ gab - also 10 verschiedene. Nach einigen Serien mit dem alten Schema wurde es bei Ferrero dann zum festen Ritual, jeder Figur einen eigenen Beipackzettel mit in die gelbe Kapsel zu geben. Seit der ersten Herr der Ringe Serie (2001) gibt es also zu jeder Figur immer einen eigenen Beipackzettel.

Diese Neuerung hat das Sammelgebiet der Beipackzettel auf ein völlig neues Level gebracht. Dadurch, dass es die Serien, zu denen es zu jeder Figur einen eigenen Zettel gibt, meist in mehreren europäischen Ländern gab und auch geben wird, ist es hier zu einer neuen Herausforderung geworden, die Beipackzettel aus allen Länden zu bekommen. Hierbei müssen meist Tausch-Kontakte ins Ausland geknüpft werden, was nicht immer so ganz einfach ist. Wenn man dann alle BPZ einer Serie hat, kann man durchaus stolz auf sich sein, denn zur Serie Cybertop gibt es z.B. über 150 verschiedene Beipackzettel.

Auch das Format der Beipackzettel hat sich im Laufe der Jahre einem Lifting unterziehen müssen. Nachdem Ferrero mit der ersten Herr der Ringe Serie ein neue Format testete, stand nach den nächsten Serien fest, dass diese neuen Abmessungen von Ferrero wohl als besser angesehen werden, da sie von dort an die Regel waren. Das neue Format war auch eine Konsequenz der figurspezifischen Beipackzettel. Dadurch, dass Ferrero nun zu jeder Figur Einzelinformationen angab, musste mehr Platz her, der mit den neuen Abmessungen geschaffen wurde.
Auch die Ötzis wiesen dann Zettel des großen Formats auf.

Was den Wert der Zettel angeht, so kann man sagen, dass die neueren deutschen BPZ eher zu niedrigen Preisen gehandelt werden. Die Beipackzettel vor 1990 können jedoch durchaus beachtliche Werte erreichen, die so manchen Sammler vor einem Kauf abschrecken, denn 250 Euro sind nicht gerade wenig.
Auch die Beipackzettel aus Ländern, die nicht so leicht zugänglich sind, in denen das Überraschungsei nicht so populär ist, sind sehr gefragt und werden dem entsprechen hoch gehandelt. So kann man für einen Satz aktueller Beipackzettel aus Finnland durchaus 80 Euro und mehr bezahlen.

Olympiade der Schlümpfe aus dem Jahr 1983/84
Der kleine Kobold Pumuckl als ... aus dem Jahr 1985


Ohne die Beipackzettel hätten die Überraschungseier bestimmt nicht einen solchen Sammlerboom erfahren. Die Beipackzettel dokumentieren die Inhalte des Überraschungsei. Ohne Beipackzettel hätten nie Kataloge zusammengestellt werden können, weil sich Ferrero bis heute weigert, Stellung dazu zu nehmen, was wann im Ei gewesen ist.


Neben den einfachen Beipackzetteln gab es bei manchen Figuren auch Bauanleitungen. Diese wurden meist dann mit in die Eier getan, wenn eine Figur ein Zubehörteil hatte oder, wie z.B. bei Herr der Ringe, die Figur aus mehreren Teilen bestand und somit zusammengesteckt werden musste. Oft war auch eine Bauanleitung dabei, wenn die Figur mit einem Aufkleber versehen war.
Die einzelne Bauanleitung auf einem kleinen Stück Papier hat jedoch ausgedient. Ferrero ist 2004 endgültig dazu übergegangen, die Bauanleitungen mit in die Beipackzettel zu integrieren. Das kann man sowohl als Vor- als auch als Nachteil betrachten. Diese Entscheidung sei jedem selbst überlassen.

Figur besteht aus mehreren Teilen
Figur mit Aufkleber
Figur hat steckbare Zubehörteile


Auch bei den Beipackzetteln gibt es Varianten, wenn diese auch eher selten sind. Meist handelt es sich um Druckfehler, die dann auch mehrfach im Umlauf sind und somit einen eher kleinen Wertunterscheid aufweisen.

mit Internet-Adresse
ohne Internet-Adresse

Links siehst du den Beipackzettel der "Super Spacys" mit einer Internet-Adresse und rechts ohne. Der Beipackzettel ohne Internet-Adresse wurde nur zu Beginn des Serienstarts gedruckt und hat deshalb eine geringere Auflage als der Beipackzettel mit Internet-Adresse. Deswegen ist die Version ohne Internet-Adresse auch ca. 3 mal so viel wert wie der Beipackzettel mit Internet-Adresse.
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