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  Artikel - Allgemeines - Verbot der Ü-Eier
Anfang März 2004 wurde die Sammlerwelt von einem Schock heimgesucht. Je nach dem, was für eine Morgenzeitung man hatte, muss man sich Artikel-Überschriften wie "EU will Ü-Ei verbieten" oder "Verbot der Ü-Eier steht bevor" anschauen. Hatte man die Überschrift und die ersten Zeilen hinter sich, konnte man erst gar nicht glauben, was man da laß. Eine kleinere Gruppe von EU-Abgeordneten aus Griechenland und Großbritannien wollten in Brüssel doch tatsächlich erreichen, dass das beliebte Ü-Ei auf die schwarze Liste der Süßigkeiten gesetzt wird. Als Grund für diese an den Haaren herbeigezogene Forderung, nannten die Abgeordneten die Gefahr, dass kleine Teile der Spielzeug-Bausätze oder sogar komlette Plastik-Eier verschluckt werden könnten.
Vielerorts stempelte man diese Meldungen als verfrühten April-Scherz ab - auch N-TV wollte es nicht so ganz glauben und holte eine Bestätigung vom CDU-Abgeordneten Liese ein. Dieser bestätigte daraufhin, dass sich das Parlament mit der Frage, ob das Ü-Ei eine Gefahr darstelle oder nicht, tatsächlich beschäftige.

Die Reaktionen auf diese Aktion der Abgeordneten aus Großbritannien und Griechenland waren überall die selben. Überall nur blankes Entsetzen. Jeder Leser der Morgenzeitung stellte sich die Frage, was diese sinnlose Forderung soll. Bis zum dem Zeitpunkt gab es keinen gemeldeten Zwischenfall, in dem ein Kind Teile, geschweige denn eine komplettes Plastikei, verschluckt hatte. So ist doch die Frage, wie man auf eine solche Aktion kommt, berechtigt.
Trotz der durchgehenden Entsetzung, die auch jede Nachrichtensendung im Fernsehen darstellte, wurde dieses Problem im Brüssel debattiert. Man kam zu dem Entschluss, dass man ein Gutachten über die Gefahr, die von dem Erfolgs-Ei angeblich ausgehe, brauche. Aus diesem Grund wurden Wissenschaftler der Universität Paris damit beauftragt, das Gefahrenpotential des Ü-Eis zu ermitteln und einzustufen.

Pünktlich zum 30. Geburtstag vom Überraschungsei und somit kurz vor Ostern lag dann schließlich das Gutachten der französischen Wissenschaftler vor. Zum Glück der rund 300.000 Sammler, die es hier in Deutschland gibt, befand das Gutachten, die Ü-Eier für unbedenklich. Die Schoko-Eier seien "nicht gefährlicher als jegliches anderes Spielzeug [...]". Wollte man diese verbieten, würde dies einige weitere Klagen nach sich ziehen.

So können wir Sammler nun zwar beruhigt aufatmen, trotzdem bleibt der Ärger über die Politiker und das schiere Entsetzen. Wie kann es sein, dass sich Politiker, die doch eigentlich besserers zu tun haben sollten, mit einem solchen "Problem" beschäftigen?
Außerdem steht doch auf jedem Ü-Ei gut sichtbar drauf, dass die Eier für Kinder unter 3 Jahren nicht geeignet sind. Und wenn Eltern ihren Kindern trotz diesem Hinweis ein Ei in die Hand geben, tragen sie meiner Meinung nach selbst die Schuld an ggf. auftretenden Vorfällen.

Zum Schluss dieses Artikels kann man eigentlich nur sagen, dass dieses Vorhaben von den Abgeordneten aus Griechenland und Großbritannien einfach nur unglaublich ist. Kein Wunder, dass zunächst jeder an einen April-Scherz dachte, weil man von Politikern ja eigentlich denkt, dass sie einen klaren Menschenverstand haben und sich in ihrer Arbeit mit sinnvollen Themen beschäftigen.


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