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  Artikel - Allgemeines - Internet schlecht für Börsen?
Je weiter es auf die Jahrtausendwende zuging, desto populärer wurde unter den Sammlern das Internet. Wo sich zuvor in der Woche nur wenige Sammler rumtrieben, tummelten sich gegen Ende der 90er tägliche hunderte von Besuchern. So kam z.B. der Bereich Ü-Eier in eBay erst richig in Fahrt, als zu der Zeit Alando von eBay übernommen wurde.
Dadurch, dass unser Sammelgebiet zu den kleineren seiner Art gehört, musste man eine Plattform finden, auf der leicht Austausch von Information betrieben werden konnte und Kontakte im Nu geknüpft werden konnten. Für diese Konditionen war und ist das Internet die optimale Lösung. Hier kann man 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche und so weiter Kontakte knüpfen und sich inforamieren sowie shoppen.
Der letzte Punkt ist der, der in diesem Artikel genauer unter die Lupe genommen werden soll. Bevor das Internet bei den Sammlern so populär war, bildeten die Börsen den einzigen Treffpunkt, wo sich Sammler treffen konnten. Dazu kamen dann vielleicht noch Händler, die Anlaufstellen für manche Sammler bildeten. Meist war und ist es nicht der Fall, dass man in der unmittelbaren Nachbarschaft weitere Sammler findet. Selbst wenn, war es das dann auch schon und die bekannten Tipps und Tricks sind schnell ausgetauscht. Der richtige Austausch konnte nie so richtig in Fahrt kommen.
Wie eben bereits angesprochen, waren die Börsen die einzigen Treffpunkte. Aus diesem Grund waren diese auch dem entsprechend gut besucht. Weiterhin hatte diese Beliebtheit die Folge, dass die Anzahl der Börsen stieg, weil eben eine hohe Nachfrage bestand. Als dann jedoch das Internet groß in Mode kam und es sich die meisten Sammler lieber zweimal überlegten, ob sie eine weitere Strecke fahren oder lieber zu Hause am PC schnell ins Internet schauen, nahm die Nachfrage an den Börsen ab.
Aus diesem Grund trat etwas ein, was leider nicht verhindert werden konnte. Viele Börsen fanden nicht mehr statt, weil sich die Anreise nun auch für viele Händler nicht mehr gelohnt hat. Und wenn weniger Händler kommen, kommen auch wieder weniger Besucher und der Veranstalter macht auch irgendwann nicht mehr mit. Somit war das Ende nicht aufzuhalten und die eben erst neu entstandenen Börsen verflüchtigten sich wieder.
Nun muss man sich jedoch fragen, ob wirklich das Internet an diesem Verlauf die Schuld trägt. Ich für meinen Teil würde ja und nein sagen. Ja in der Hinsicht, weil man einfach nicht leugen kann, dass das Einkaufen von Ü-Ei-Artikeln über das Internet häufig genutzt und dem entsprechend auch beliebt ist. Nein deswegen, weil ich, wenn ich aus meiner Erfahrung spreche, sagen kann, dass eine Börse einfach etwas Besonderes ist, wo man die Sammler persönlich treffen und "Smalltalk" betreiben kann. Dieser persönliche Kontakt ist über das www nur schwer zu realisieren. Es gibt zwar Chats, aber auch diese werden es nie ganz an eine einfach Unterhaltung unter Sammler schaffen.
Letztendlich kann man sagen, dass das Internet zwar bewirkt hat, dass es weniger Börsen gibt, diese jedoch nie gänzlich verschwinden werden, da ein Besuch einer Börse immer etwas Besonderes darstellt - für jeden Sammler. Und wer noch nie eine Börse besucht hat, weiß entweder nicht, dass es Börsen gibt, oder ist selber schuld.


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