Spätestens wenn man zu den Figuren
aus den Jahren 1996 folgend kommt, wird man sich fragen, warum die Figuren
aus dieser Zeit zu solchen Spottpreisen gehandelt werden.
Wie kommen die Preise der Figuren zustande, welche Faktoren haben Einfluss
auf die aktuelle Marktsituation? Auf diese Fragen soll
im folgenden Artikel genauer eingegangen werden.
Jeder, der schon einmal in einen Katalog reingeschaut hat, wird wissen,
das die Preise für Figuren nach 1990 so langsam sinken. Dadurch,
dass es erst 1991 einen Katalog gab, an dem sich die
Sammler orientieren konnten, lebte das Sammelgebiet Ü-Eier danach
erst richtig auf. Es stießen immer mehr Sammler hinzu und somit
gelangte der Großteil der Figuren in die Hände von Sammlern.
Dies war dann auch ein Grund für Ferrero, die Stückzahlen der
Eier an sich und natürlich auch die Anzahl der Figuren zu
erhöhen. Genaue Stückzahlen hat und wird Ferrero wohl
nie rausrücken, man kann jedoch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit
sagen, dass die Stückzahlen der Figuren im Laufe der Jahre deutlich
gestiegen sind. Eben durch diese größeren Mengen der Figuren
befinden sich auch heute noch genügend Figuren auf dem Markt. Durch
dieses gesättigte Angebot, sind die Preise der Figuren
nach 1990 bis heute immer noch nicht erheblich gestiegen.
Anhand dieser Erläuterung kann man nun auch Schlüsse für
Jahre vor 1990 schließen. Das Sammelgebiet steckte zu dieser Zeit
noch in den Kinderschuhen und es gab noch nicht so viele Sammler wie heute.
Aus diesem Grund gelangte der Großteil der Figuren, wie es von Ferrero
ja eigentlich gewollt war, in die Hände bzw. die Spielkisten der
Kinder. So wurden viele Figuren weggeworfen und es ging
heute wertvolles Zubehör verloren. Man kann sagen,
dass wenn es damals schon so viele Sammler gegeben hätte, der Eierlaufschlumpf
und CO heute nicht so solch hohen Preisen gehandelt werden würden.
Die Figuren vor 1990 sind also deswegen teurer, da einfach nicht
so viele Exemplare auf dem Markt sind wie von den Figuren aus
den mittleren Neunzigern.
Ein weiteres Phänomen sind die Massenfiguren. Sobald
ein Sammler, der auf diesem Metier neu ist, einen Blick in Online-Shops
bzw. Online-Auktionen wirft, muss dieser sich erstmal von einem kleinen
Schock erholen. Die Figuren der Serien Bingo-Birds um Umgebung (zeitlich
gesehen), werden im Netz oft für weniger als 50 Cent
angeboten und selbst für diese Preise manchmal nicht gekauft, weil
sie eben alle haben. Auch komplette Sätze gehen im Internet zu Spottpreisen
weg. Alle Sätze, die in dem Zeitraum von 1993 bis fast 2000
erschienen sind, sind sehr günstig zu haben. Die eben angesprochenen
Bingo-Birds sind im kompletten Satz schon für weniger als 4 Euro
zu haben.
Diese Preise kommen durch den Sammlerboom zustande, der
vor allem in der Mittel der Neuziger gewirbelt hat. Zu dieser Zeit war
die Sammlergemeinde sehr groß und es wurden viele Figuren gebunkert.
Und somit ist der Bedarf, wie oben bereits beschrieben, an diesen Figuren
noch bis heute gedeckt.
Sollte das Sammelgebiet Ü-Eier in Zukunft einmal deutlich an Sammlern
dazu gewinnen, könnte es durchaus eintreten, dass auch die Werte
der Massenfiguren einmal steigen. Doch damit dies eintritt, müssten
die Ü-Eier schon den Briefmarken Konkurenz machen und bis dahin ist
es noch ein weiter weg.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Werte der Ü-Eier-Figuren,
wie alle anderen Produkte und Güter auch, durch Angebot und
Nachfrage geregelt werden. Sind von einer Figur (von einem Satz)
viele Exemplare vorhanden, so ist der Preis dafür auch dem entsprechend
niedrig. Andersherum ist es dann ganz genauso. Sind bestimmte Figuren
rar, so werden sie auch zu höheren Preisen gehandelt.
Fakt ist, dass der Sammlerboom zu Beginn der Neuzinger Jahre einen nicht
zu verachtenden Beitrag zu den billigen Preisen der Figuren beigtragen
hat. Andererseits sollte man sich freuen, dass man als Sammler-Anfänger
seine Sammlung heutzutage schnell und günstig bis
zum Jahre 1990 vervollständigen kann.