Es gab Zeiten, da schauten die deutschen
Sammler neidisch Richtung Süden, denn die italienischen
Sammler konnten sich über einen sehr ansprechend gestalteten Internetauftritt
des Ü-Eis freuen. Dabei handelte es sich um Ferreros erste richtig
aufwendige Internetseite. Aktuelle Serie waren damals die Fantasmini 2,
die dann auch themengebend für die Seite war. Bis die deutsche Ferrero
Abteilung diesen Rückstand aufholen konnte, musst
ein langer Weg beschritten werden.
Den Anfang machte eine Seite zu den Pinky Piggys. Dabei
handelte es sich jedoch nicht mal um eine Seite, die eigens von Ferrero
erstellt wurde. Es war vielmehr eine kleine Unterseite von T-Online, auf
der der Besucher lediglich einen Bildschirmschoner herunterladen
konnte. Von Attraktivität war hier also noch nichts zu sehen. Eine
geringer Lichtblick konnte bei der folgenden Serie vermerkt werden. Die
Seite, die man zu sehen bekam, wenn man www.super-spacys.de in seinem
Browser eintippte, war zwar immer noch eine einzige Seite bei T-Online,
jedoch hatte Ferrero das Angebot um ein Spiel erweitert,
welches man, ebenso wie einen Bilschirmschoner, herunterladen konnte.
Das Spiel trug den Namen "Spacehockey" und kann übrigens
hier in der Ü-Ei-World unter Spiele heruntergeladen werden.
Die folgende Serie versprach alleine von Namen her schon einen Fortschritt
in Sachen Internetauftritt, denn die "Mega Mäuse im
Internetfieber" rollten an. Und in der Tat trumpfe Ferrero
zu dieser Serie erstmals mit einer eigens gestalteten Seite auf, auf der
man schon die ersten Spiele online spielen konnte. Darüberhinaus
bestand sogar die Möglichkeit sich einen Plan für ein Spiel
auszudrucken, wenn man ein bestimmtes Level der Online-Spiele
geschafft hatte. So zog Ferrero die Verbindung zwischen Inhalte der Eier
und Internetseite.
Diese immer noch eher kleine Seite der Mega Mäuse schien einen recht
guten Erfolg gehabt zu haben, denn Ferrero stellte auch zur folgenden
Serie "Herr der Ringe I" einen Internetauftritt bereit. Hier
wurde der Service wieder deutlich ausgebaut. Neben den Online-Spielen,
die natürlich auch dieses Mal nicht fehlen durften, gab es hier nun
auch Informationen zum Film und ein Gewinnspiel,
welches mit dem Spiel gekoppelt war.
Ferrero war ganz klar auf den Geschmack gekommen, denn
im folgenden Jahr, als das Hipperium verrückt spielte, entstand zum
einen eine aufwendige Homepage eben zu dieser Serie und zum anderen hatte
Ferrero in diesem Jahr die Idee mit den Magic-Codes,
den kleinen Zetteln mit einem Code, mit dem man im Internet ein meist
serienbezogenes Spiel spielen konnte. Somit war die durchaus ansprechende
Seite zum Hipperium in diesem Jahr nicht das eigentliche Highlight, sondern
die Homepage zu den Magic-Codes - www.magic-kinder.com.
Dadurch, dass die Magic-Codes so langsam in allen Ü-Ei-Ländern
einzogen, war mit der Magic-Code-Seite auch eine globale Ü-Ei-Plattform
geboren und die Wege zu einer gemeinsamen Internetpräsenz für
alle Ferrero-Länder war geebnet.
Es war offensichtlich, dass Ferrero mit diesen Internetseiten genau die
Zielgruppe, die mit den Ü-Eiern eigentlich angesteuert wird, getroffen
hatte. Die junge Generation wächst heute mit dem Internet auf und
somit war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis
Ferrero darauf eingeht. Ferrero witterte somit ein noch besseres Image
bei den Ü-Ei-Käufern und auch Sammlern zu erlangen und fuhr
auch zu den folgenden Serien mit aufwendigen Internetauftritten
auf.
So wurden die Seiten von Serie zu Serie immer umfangreicher und die Flash-Animationen
immer komplexer. Bei den Ötzis und den darauf folgenden Motocoyoten
konnte man durch eine richtige Landschaft "surfen"
und sich z.B. Profile der einzelnen Figuren anschauen und wieder jede
Menge Spiele spielen. Auch die Download-Angebote wuchsen.
Neben dem Bildschirmschoner, der die Auftritte von Ferrero die ganze Zeit
über immer begleitete, kamen nun auch Desktop-Hintergründe und
Spielpläne für die Figuren. Es gab sogar richtige kleine Filme
zu den einzelnen Figuren.
Damit traf Ferrero nicht nur den Geschmack der eigentlichen Zielgruppe,
sondern auch den vieler Sammler, die sich gerne durch eine komplex gestaltete
Ü-Ei-Seite klickten.
Mit der Mission Maulwurf, die 2004 in den Eiern war, stellte Ferrero dann
entgültig die Weichen für einen globalen Internetauftritt für
das Ü-Ei, der längerübergreifend sein sollte. Aus diesem
Grund wurde magic-kinder.com ausgebaut. Die Seiten, die
sonst einzeln erschienen wären, wurden nun in die riesige Internetwelt
von Ferrero eingebettet. Ein Grund dafür war sicherlich auch das
neue Konzept Ferreros, die Ü-Eier nun europaweit
identisch zu bepacken, denn somit war auch nur noch ein großer Internetauftritt
nötig. Darüberhinaus wurde noch einmal das Angebot erweitert.
Neben richtigen Online-Welten zu den einzelnen Serien
gibt es weiterhin umfangreiche Profile und immer komplexere Spiele zu
den einzelnen Serien und Figuren.
Überhaupt hat Ferrero Deutschland und Ferrero überhaupt seine
Präsenz im Internet verstärkt. Ferrero Deutschland
z.B., die als eines von wenigern Ferrero-Ländern mit einer eigenen
Internetpräsenz hinterher waren, trumpften nun mit einem richtigen
Portal (www.ferrero.de)
auf, wo es Informationen zu den jeweiligen Produktion und endlich auch
eine Kontaktmöglichkeit gibt. Desweiteren wurden auch die Seiten,
die die Produkte im Detail vorstellten (wie auch www.kinderueberraschung.de)
erstellt und weiter ausgebaut.
Man kann auf jeden Fall davon ausgehen, dass Ferrero weiterhin diesem
Gleis des Erfolges folgen wird, denn das Internet ist
und bleibt Anlaufstelle für die nächsten Generationen. Und auch
die Sammler können sich auch über diese schönen Internetseiten
freuen.