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  zum Ü-Ei - 30 jähriges Jubiläum
Zum Anlass des 30 jährigen Jubiläums wollte es sich Ferrero nicht nehmen lassen, etwas Größeres auf die Beine zu stellen und somit entstand eine Ausstellung unter dem Motto "30 Jahre Ü-Ei".
In der deutschen Ferrero-Hauptstadt Frankfurt, wo es ja genug Museen gibt, wurde die Ausstellung mit dem Namen "Ü - das Gelbe vom Ei" untergebracht. Die Ausstellung lief vom 02. April 2004 bis zum 30. Mai 2004.
Die Exponate der Ausstellung stammten zum größten Teil von einem Sammler, der auch das Ü-Ei-Museum, welches mittlerweile leider geschlossen ist, in Zusammenarbeit mit Ferrero eröffnete.
Es folgt nun ein Reisebericht zur Ausstellung in Frankfurt.
Bild kann vergrößert werdennette Begrüßung

Bild kann vergrößert werdenEmpfangswand
Nachdem ich das Museum ohne große Mühe gefunden hatte, begab ich mich ins Museum und musste an der Kasse erstmal tief Luft holen - 5 Euro kostete der Eintritt für Erwachsene, Kinder bezahlten 2,50 Euro. Naja, was tut man nicht alles fürs Hobby. Wie zu erwarten habe ich die 2,50 Euro dann brav bezahlt und machte mich ab in die Ausstellung.
Am Eingang zum Ausstellungsraum erwartete einen ein großes Wandplakat, auf dem die Erfolgsstory des Ü-Eis kurz geschildert wurde.
Wenn man sich links das Bild größer anschaut, kann man, wenn man genau hinschaut, den Text auf dem Plakat lesen.

Als ich den Raum betrat, sah ich zunächst ein sehr hohes Objekt, was zum größten Teil aus einem leeren Zylinder bestand. Dieses Möbel stellte einen Eierspender dar, aus dem sich jeder Besucher eine Eierkapsel nehmen konnte. An dem Tag, an dem ich das Museum besuchte, war der Spender, wie man auf dem Foto gut erkennen kann, so gut wie leer.
Meine Hoffnung, dass sich in diesen Kapsel besondere Inhalte befanden, bestätigte sich leider nicht. In den Kapsel waren die normalen Inhalte aus der aktuellen Saison.
Die Sachen die von den Besuchern aus den Kapseln geholt wurden, sollte man dann in die "Surprise City" stellen. Die Surprise City war ein großer Tisch auf dem sich alle Objekte, die mal in den Kapsel aus dem Spender waren befanden.
Bild kann vergrößert werdenSpender

Bild kann vergrößert werdenSurprise City
Direkt nach dem großen Eierspender stand dann der oben angesprochene Tisch, die Surprise City. Wenn einem Besucher ein Objekt gut gefiel durfe dieser das Spielzeug gegen das austauschen, welches er aus der Kapsel geholt hatte. Auffallend, dass keineswegs die ganze Spielzeugpalette auf dem Tisch stand. Viel fehlte. Den Großteil bildeten die Happy Birds.

Verfolgte man den Weg durch die Ausstellung dann weiter, gelangte man zu einer erstaunlichen Vitrinenwand, in der eine große Anzahl an Dioramen ausgestellt waren. Die erste Wand zeigte bestimmt an die 15 Dioramen, die man aufgebaut samt enthaltener Figuren bestaunen konnte. Dort konnte man sich besonders lange aufhalten, da die Dioramen die Objekte sind, die die meisten Sammler nicht zu Hause stehen haben.
Warum der Schwerpunkt von der Ausstellung so stark auf die Dioramen gesetzt wurde, kann ich mir jedoch nicht erklären.
Bild kann vergrößert werdenVitrinenwand 1

Bild kann vergrößert werdenVitrinenwand 2
Daraufhin bog man um die Ecke ab und gelangte zu einer zweiten Wand, die voll mit Dioramen bestückt war. Auch hier konnte man sich bestimmt wieder an die 15 oder mehr Dioramen anschauen.
Die Zahl der Figuren, die man sich in diesen Dioramen anschauen konnte, war größer als die Zahl der Figuren, die in der Mitte der Ausstellung zu sehen waren.
Wie oben bereits erwähnt, kann ich mir nicht erklären, warum dieser Schwerpunkt gesetzt wurde.

Nachdem man es geschafft hatte, sich von den schönen Dioramen loszureißen, stand man vor einem merkwürigen Stuhl. Ich muss sagen, er sah nicht besonders schön aus, hässlich war er jedoch auch nicht - einfach nicht mein Geschmack.
Es schien ein normaler Holzstuhl zu sein, der einfach mit jeder Menge Eier-Folie beklebt worden war. Zwischen den Sprossen der Rückenlehne waren noch fünf Eierkapseln befestigt. Wären diese nicht festgeklebt gewesen, hätte ich gerne mal in die Kapseln hineingeschaut. Wer weiß, vielleicht wäre etwas Schönes drinnen gewesen.
Bild kann vergrößert werdenÜ-Ei-Stuhl

Bild kann vergrößert werdenWandnetz mit Inhalt
An der Wand, die man nach dem Stuhl zu Gesicht bekam, hing ein langes Netz welches mit Tackernadeln an dieser befestigt war. Mit den Nadeln wurden innerhalb des Netzes verschiedene Zwischenräume geschaffen, in denen dann jeweils unterschiedliche Spielzeuge, Figuren, Kapseln und Beipackzettel untegebracht waren.

Wandte man sich danach zur Mitte des Ausstellungsraumes, überblicke man verschiedene Säulen, auf denen Figuren standen, welche widerum mittels Plexiglaskuppeln vor den Händen der Besucher geschützt wurden.
Unter den Kuppeln befanden sich die verschiedensten Objekte. Von Hartplastikfiguren, über Steckfiguren bis hin zu themenorientiertem Spielzeug war alles unter den Hauben zu finden.
Bild kann vergrößert werdenAusstellungsraum

Bild kann vergrößert werdenGlaspyramide mit Figuren
Bild kann vergrößert werdenPlexiglaskuppel mit Schlümpfen
Bild kann vergrößert werdenweitere Glaspyramide mit Figuren

Bild kann vergrößert werdentechnische Zeichnung
Desweiteren konnte man im Museum verschiedene Entwurfszeichnungen für unterschiedliche Spielzeuge begutachten. Es wurde sehr deutlich, wie die Ideen vom Kopf auf das Papier gebracht werden. Einer der besten Teile der Ausstellung, denn sowas sieht man nicht jeden Tag.
Auf den Zeichnungen wird genau beschrieben, welches Teil wie bewegbar ist, welche Farbe welches Teil hat - sehr beeindruckend.

Als Geschmackssache würde ich die verschiedenen Plakate bezeichnen, die an den Wänden und von der Decke in gesamtem Ausstellungsraum hingen.
Die Plakte zeigten meist Gedichte, die nicht wirklich komisch waren. Es hatte so den Anschein, als suchten die Gestalter des Raumes noch eine Idee für die Wände und hätten sich schließlich dieses Resultat aus den Fingern gesogen.
Das Einzige Plakat, welches mir persönlich gefallen hat, waren "Die Zwölf Gebote der Ü-Eier". Hier wurden Verhaltensregeln für den Ü-Ei-Sammler aufgestellt, die unbedingt zu beachten seien. So soll der Sammler z.B. die Flohmarkt-Feiertage einhalten und seine Figuren von Staubsaugern und Co schützen.
Wenn man auf der größeren Version des Bildes genau hinschaut, kann die zwölf Gebote lesen.
Bild kann vergrößert werdendie 12 Gebote

Rückblickend fand ich den Besuch der Ausstellung durchaus lohenswert. Trotz der merkwürdigen Plakate und der leider fehlenden Komplettheit was die Figuren angeht, war die Ausstellung auf jeden Fall einen Besuch wert. Wer jedoch eine längere Anreise vor sich hatte, sollte sich diese vorher noch einmal überlegen. Leider war das Einzige, was es zu kaufen gab, eine vom Museum herausgebrachte Zeitschrift, die Kapsel-Nachrichten, in dem einige Artikel über das Ü-Ei stehen. Recht interessant, aber mit 2,50 Euro auch nicht gerade günstig. Souvenirs zum Ü-Ei (Schlüsselanhänger oder ähnliches) suchte man vergebens.
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